Großes Heiliges Kreuz Goslar
Im Jahr 1254 wurde das Große Heilige Kreuz als Einrichtung der städtischen Armenfürsorge gegründet. Hier fanden Bedürftige, Gebrechliche und Waisen, aber auch Pilger und andere Durchreisende ein Nachtlager und Versorgung mit Nahrung. In ganz Deutschland einzigartig: mit modernen Altenwohnungen in einem Seitenflügel erfüllt die Einrichtung noch heute, 750 Jahre nach der Gründung, ihre soziale Aufgabe.
In den kleinen "Pfründnerstübchen", die in der Barockzeit von der Däle abgetrennt wurden, haben heute Kunsthandwerker ihre Verkaufswerkstätten eingerichtet und machen aus dem bedeutenden Denkmal einen Ort lebendiger Kultur.
Die von der Kaiserpfalz zum Markt führende Straße heißt Hoher Weg. Hier befindet sich das 1254 als Hospital erbaute Große Heilige Kreuz. Das sehr gut erhaltene Bauwerk besitzt noch viele romanische Bauteile, wie die komplett erhaltene Kapelle und die Fensterbögen. Ähnlich wie im Mittelalter, dient es auch heute noch sozialen Zwecken. Früher bekamen Arme und Durchreisende hier ein kostenloses Nachtlager, heute befinden sich modern eingerichtete Altenwohnungen in einem Seitenflügel. Die romanische Kapelle ist für die Öffentlichkeit zugänglich und wird für Ausstellungen genutzt. Auf dem Grundstück des ehemaligen Hospitals befindet sich außerdem ein Handwerkerhof.
Das Bauwerk Großes Heiliges Kreuz in Goslar wurde 1254 als Hospiz errichtet und bot Bedürftigen, Gebrechlichen und Waisen, aber auch Pilgern und anderen Durchreisenden ein Nachtlager und Versorgung mit Nahrung. 1650 wurde in der Däle die kleinen "Pfründnerstübchen" errichtet, die Platz für ein Bett, einen Schrank und einen kleinen Tisch für die Bewohner des Stifts boten. Heute sind in diesen Stübchen Kunsthandwerker angesiedelt, die ihre Werke dort anbieten.
Viele romanische Bauteile wie Fenster und die Kapelle, die Johannes dem Täufer gewidmet wurde, sind heute noch erhalten. Das Besondere ist, dass sich moderne Altenwohnungen heute in einem Seitenflügel befinden, und so erfüllt das Bauwerk 750 Jahre nach der Gründung noch immer seine soziale Aufgabe. Google maps Großes Heiliges Kreuz
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Die Herzog August Bibliothek als eine der ältesten unversehrt erhaltenen Bibliotheken der Welt ist eine außeruniversitäre Forschungs- und Studienstätte für die europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die historischen Bestände der Bibliothek bilden ein in Breite und Tiefe einzigartiges Archiv der westlichen Kultur, Inkunabeln, Drucke und Sondersammlungen wie graphische Blätter und Landkarten erlauben die nahezu unbegrenzte Erkundung europäischer Wissensbestände in ihren weltweiten Bezügen.
Im Jahre 1572 von Herzog Julius zu Braunschweig-Lüneburg gegründet, wurde sie durch die systematisch von Herzog August dem Jüngeren (1579-1666) zusammengetragene Büchersammlung von 135.000 kostbaren Handschriften und Drucken zur größten Bibliothek ihrer Zeit und galt manchen als Weltwunder. Neben der für Norddeutschland einmaligen Handschriftensammlung, darunter das Evangeliar Heinrichs des Löwen und eine der prächtigsten Bilderhandschriften des Sachsenspiegels, besitzt die Bibliothek etliche sehr umfangreiche Sondersammlungen und Deposita, darunter wertvolle Zeugnisse der Buchkunst von der Inkunabelnzeit bis ins 20. Jahrhundert.
Als Laboratorium der Geisteswissenschaften ist die Herzog August Bibliothek ein Ort, an dem Bestandserschließung und Forschung Hand in Hand gehen. Die durch dieses Wechselspiel ermöglichten Versuchsanordnungen führen zu neuen Einsichten und modifizieren Thesen der Forschung. Durch die erfolgreiche Drittmitteleinwerbung können zeitlich begrenzte Katalogisierungs- und Forschungsprojekte etabliert werden. Die Schwerpunkte liegen derzeit in der Wissensgeschichte, der Geschichte religiöser Kulturen, der Sammlungsgeschichte, der Erforschung von überregionalen Netzwerken und kulturellem Transfer. Dabei werden insbesondere das soziale Gefüge, die Migration von Wissen und nicht zuletzt mediale und kulturelle Übersetzungsprozesse in den Blick genommen. Die Ergebnisse werden in gedruckten Monographien, Editionen, Tagungsbänden und Ausstellungen dokumentiert, in zunehmendem Maße auch in Form von digitalen Publikationen und Internet-Portalen. Dabei beteiligt sich die Bibliothek aktiv an der Entwicklung digitaler Standards.
Die besondere Qualität der Forschungsstätte erwächst aus der Kommunikation zwischen Stipendiaten, Gastforschern und den an der Bibliothek angesiedelten Wissenschaftlern, basierend auf ihrer gemeinsamen Arbeit an den Altbeständen. Über Arbeitskreise und Tagungen ist die Bibliothek zudem in eine regionale, nationale wie internationale wissenschaftliche Diskussionskultur eingebunden.
Seit 1989 ist die Herzog August Bibliothek unmittelbar dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstellt. Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer leitet die Bibliothek, die national und international heute eine hohe Reputation als Sammlung, als innovative Bibliothek und Forschungsstätte genießt, seit 1993. Ihren Gästen und Nutzern bietet sie ein umfangreiches und vielfältiges wissenschaftliches und kulturelles Programm. Google maps HAB
Kaiserdom Königslutter
Die Stiftskirche zu Königslutter, heute allgemein Kaiserdom genannt, gehört zu den eindrucksvollsten romanischen Bauten in Niedersachsen.
Lothar von Süpplingenburg, seit 1125 deutscher König und seit 1133 deutscher Kaiser, stiftete sie im Jahre 1135 als Klosterkirche des von ihm gleichzeitig gegründeten Benediktinerklosters und gab ihr die Gestalt einer dreischiffigen kreuzförmigen Pfeilerbasilika. Im Hirsauer Bauschema entstanden zunächst die ornamentreichen Ostteile des Doms, nach dem Tode des Kaisers 1137 wurde das Bauwerk nach vereinfachten, reduzierten Plänen vollendet.
Besondere Bedeutung erlangte der Kaiserdom durch den reichen künstlerischen Schmuck, den ihm ein italienischer Steinmetz, der Meister von Königslutter, wie er in der Literatur genannt wird, gab. Der Kreuzgang an der Südfront des Domes gilt als der schönste in Norddeutschland, der rätselhafte Jagdfries an der Außenwand der Hauptapsis ist einzigartig in der gesamten romanischen Kunst, und das Löwenportal an der Nordseite gehört mit zu den eigenwilligsten romanischen Portalen in Deutschland.
Nach mehrjährigen, umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde der Kaiserdom am Ostersonntag 2010 mit einem festlichen Gottesdienst wieder eröffnet. Google maps Kaiserdom
Pianofabrik Schimmel Braunschweig
Braunschweig, das ist Heinrich der Löwe, das ist das Zentrum einer vielfältigen Wissens- und Kulturlandschaft und das ist Europas Herzstück für Klavierbau. In der Schimmel Manufaktur in Braunschweig entstehen auf der Grundlage von Können und Leidenschaft herausragende Qualitätsinstrumente. Hier entstehen auch die meist-gespielten Flügel und Klaviere aus deutscher Fertigung, denn Schimmel hat in seiner 125-jährigen Tradition zu Klavieren Made in Germany den größten Beitrag geleistet.
1882 erlernte Wilhelm Schimmel das Klavierbauhandwerk bei der Pianofortefabrik "Vogel & Sohn" in Leipzig. Schon drei Jahre später gründet er seine eigene Pianofortemanufaktur – mit großem Erfolg. 1885 fertigte die Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik ihre ersten Qualitätsinstrumente für anspruchsvolle Spieler.
Heute führt Hannes Schimmel-Vogel das Familienunternehmen in vierter Generation fort. Er setzt auf die Expansion des Unternehmens und investierte in eine weitere Produktionsstätte in Kalisz, Polen. Unter strikter Führung und Qualitätskontrolle durch Schimmel wird dort die Marke Vogel als Reminiszenz an die Gründer-Generation gefertigt.
Dass die hervorragenden Spieleigenschaften und die herausragende Klangqualität der Schimmel-Pianos noch heute als weltweit einzigartig gelten, ist ein Ergebnis von über 120 Jahren Erfahrung und Perfektion – aber auch von Forschung und Entwicklung. Google maps Pianofabrik Schimmel
Schafstall Bisdorf
Seit 800 Jahren ist Bisdorf ein Gutsbetrieb mit land- und forstwirtschaftlichen Flächen. Waren es zunächst die Herren von Bartensleben, so sind es seit 1742 die Grafen von der Schulenburg, die Bisdorf als historisches Erbe erhalten haben und bis heute bewirtschaften.
Die ältesten Gebäude, zu denen auch der Pferdestall gehört, stammen aus dem Jahre 1726. Das zuletzt errichtete Gebäude ist der Schafstall aus dem Jahre 1905.
Mit dem Umbau des Schafstalles zum Konzertraum 1992 und dem Eröffnungskonzert mit Ivo Pogorelich sowie der Neugestaltung des Pferdestalles 1993 für verschiedenste Veranstaltungen beginnt in diesen Gebäuden die "Neue Epoche" für Bisdorf. Seit 2006 ist der Schafstall regelmäßig Schauplatz von Konzerten im Rahmen von Soli Deo Gloria. Google maps Bisdorf
St. Katharinen Braunschweig
Um 1172 soll Herzog Heinrich der Löwe die St. Katharinenkirche fundiert, erbaut und mit Einkünften versehen haben. Nach bau- und kunstgeschichtlichen Untersuchungen wird der Bau der heutigen Katharinenkirche auf die Zeit zwischen 1200 und 1205 anzusetzen sein.
Die Reste des romanischen Bauwerks sind noch im ersten Turmgeschoss und an der Gliederung des Mittelschiffes und ehemaligen Querschiffes abzulesen.
Die zunächst als vollständig gewölbte Pfeilerbasilika errichtete Kirche wurde ab Mitte des 13. Jahrhunderts durch Verbreiterung der Seitenschiffe und Einwölbung in gleicher Höhe wie das Mittelschiff bis Ende des
13. Jahrhunderts zur Hallenkirche umgebaut und mit großen Maßwerkfenstern versehen.
Das erste Geschoss des romanisch begonnenen Westbaus wurde in der Zeit zwischen 1240 und 1250 um ein zweites, durch ein Zwischengesims gegliedertes Geschoss erweitert. Darüber steigen die achteckigen Turmgeschosse auf (Ende 13. Jahrhundert), die die später eingesetzte Glockenstube flankieren. Der Südturm erhielt nach 1340 zwei weitere Geschosse und 1379 seinen spitzen Heim, der unvollendete Nordturm 1511 seinen Abschluss durch eine Laterne mit Turmspitze.
Zahlreiche Epitaphe aus der Zeit vom Ende des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts dokumentieren die Frömmigkeit und die jeweilige Einstellung der Verstorbenen zum Tod und zum christlichen Glauben. Darunter das Schulenburgsche Epitaph von J. Röttger aus dem Jahr 1621, eines der Hauptwerke des norddeutschen Barock. Ursprünglich stand es als Lettner im Mittelschiff vor der Vierung; jetzt links vom Eingang an der südlichen Westwand. Die farbigen Fenster stammen von H.-G. von Stockhausen (1960 bis 1981). Die Orgel mit Resten der Fritsche-Orgel (1626) wurde 1980 von der Firma v. Beckerath nach Entwürfen von R. Dorn gebaut. Das Geläut besteht aus drei älteren Glocken (1498/ 1533/ 1656) und zwei neueren aus dem Jahre 1987. Google maps St. Katharinen
St. Martinikirche Braunschweig
Die Martinikirche in Braunschweig wurde im 12. Jahrhundert als Pfarrkirche des Weichbildes Altstadt errichtet (Baubeginn 1190/1195). Als Initiator gilt Heinrich der Löwe und sie ist die einzige mittelalterliche doppeltürmige Kirche in Braunschweig mit vollendetem Westbau (Sächsischer Westriegel).
Die ursprüngliche Form bestand wie beim Braunschweiger Dom in einer romanischen Pfeilerbasilika, die später durch Hinzufügung gotischer Seitenschiffe zwischen 1250 und 1400 zu einer Hallenkirche ausgebaut wurde. Kennzeichnend für die gotischen Erweiterungsbauten sind insbesondere die vielen Jochgiebel an den Außenseiten, die für die Region als typisch angesehen werden.
1400 erfolgte dann der Anbau des Chorabschlusses sowie 1434 der Anbau der Annenkapelle. Diese wurde von Wasmod von Kemme gestiftet. Von der romanischen Bauphase sind der Westbau mit Teilen einer romanischen Glockenstube sowie die beiden westlichen, beim Umbau versetzten Seitenschiffportale erhalten. Hinter dem Orgelprospekt verbirgt sich die ehemalige herzogliche Loge mit ihrem Sichtdurchlass in Form von drei romanischen Rundbögen.
Sehenswert sind auch die mittelalterlichen Sandsteinskulpturen am Giebel des südlichen Querhauses (die zwölf Jungfrauen) so wie die Tympanons über den Eingängen auf der Nordseite, die das Lamm Gottes sowie die Grablegung Mariens darstellen. Es handelt sich hierbei um die einzigen erhaltenen originalen Tympanons in Braunschweig.
Zwischen 1722 und 1725 entstand der von Anton Detlev Jenner aus Marmor und Alabaster geschaffene, vollständig erhaltene barocke Hochaltar.
In den Jahren 1897 bis 1899 führte Max Osterloh umfangreiche Erneuerungen durch. Im Zweiten Weltkrieg brannten der Dachstuhl und das Westwerk vollständig aus. Der Innenraum der Kirche jedoch blieb weitestgehend vom Feuer verschont. Sehenswert sind hier die vielen Epitaphien berühmter Braunschweiger Bürger, der aus der Barockzeit stammende Orgelprospekt und das Taufbecken in der Annenkapelle.
Die Martinikirche in Braunschweig birgt mit der Glocke "Großer Adler" (Gewicht: 5.172 kg) die größte Glocke des Braunschweiger Landes. Die beiden Stimmglocken, um 1300, sind nach neuesten Erkenntnissen die ältesten Glocken der Stadt Braunschweig. Google maps St. Martini
Staatstheater Braunschweig
Das Staatstheater Braunschweig kann auf eine über 300jährige Geschichte zurückblicken. Bereits 1690 eröffnete Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg mit dem Theater am Hagenmarkt eines der ersten öffentlich zugänglichen Theaterhäuser im deutschsprachigen Raum.
Zu den bedeutendsten Schauspielinszenierungen gehören die beiden Uraufführungen "Emilia Galotti" von Gotthold Ephraim Lessing 1772 sowie "Faust – Tragödie Erster Teil" von Johann Wolfgang von Goethe 1829. Die feierliche Einweihung des heutigen Großen Hauses am Steinweg war im Jahre 1861.
Als Vierspartenhaus mit durchschnittlich 30 Premieren pro Spielzeit und einem abwechslungsreichen Konzertprogramm verfügt das Staatstheater Braunschweig heute unter seinem derzeitigen Generalintendanten Joachim Klement neben dem Großen Haus am Steinweg über zwei weitere Spielstätten: dem Kleinen Haus am Magnitorwall und dem Haus III im Magniviertel. Google maps Staatstheater
Stift und Stiftskirche Steterburg
Als zu Michaelis, den 29. September 1691, dem Tag der Engel, im Beisein der herzoglichen Familie der feierliche Gründungsakt des adeligen "Frey-Welt-Stifts" Steterburg begangen wurde, geschah dies auch in Würdigung eines Ortes, auf dem seit Hunderten von Jahren schon ein Jungfrauenstift gestanden hatte.
Das Schicksal des Stifts Steterburg gestaltete sich in der Folgezeit wechselhaft. Ländlich abgeschieden, jedoch im Fadenkreuz zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel liegend, wurde es häufig in Kämpfe zwischen den Braunschweiger Herzögen und der Stadt Braunschweig verwickelt. 1542 fiel es den Verwüstungen der Schmalkaldischen Kriege zum Opfer. 1568 von Herzog Julius in ein evangelisches Jungfrauenstift umgewandelt, wurde es während des 30jährigen Krieges 1627 in Schutt und Asche gelegt und 1691 als "Frey-Welt-Stift" neu gegründet. Bis zu seiner Auflösung 1938 nahm es ausschließlich adelige Damen auf.
Auf den Überresten einer mittelalterlichen Kirche wurde nach deren Zerstörung im 30jährigen Krieg die heutige Barockkirche von 1751-1758 nach Entwürfen des Braunschweiger Obristen und Chefs des Ingenieur-Corps Anton Ulrich von Blum neu erbaut. Vorbild war die St. Trinitatis-Kirche in Wolfenbüttel. Bis zur Gründung der Kirchengemeinde Steterburg 1938 diente die Kirche den Gottesdiensten der Stiftsdamen. Unter der Westempore sind einige Grabplatten von Stiftsdamen zu sehen. Über dem ehemaligen, heute vermauerten Grufteingang steht der von der Domina Hedwig Maria von Oberg 1674 gestiftete Taufstein im Renaissancestil. Der hohe, reich polierte Fuß ist achtseitig und abwechselnd mit Engelsköpfen und den Wappenbildern der von Oberg, von Steinberg, von Saldern und von Cramm besetzt. Inmitten der salderschen Rose findet sich das Meisterzeichen des Ulrich Wendt. Am vorgewölbten Gesims des Randes ist der Name der Stifterin verewigt: Hedwig Maria von Oberg domina d.v. S(teter) B(urg) Anno 1674 soli deo gloria. Google maps Stiftskirche Steterburg
Theater Wolfsburg
Das Theater Wolfsburg, 1973 errichtet nach Plänen des berühmten Architekten Hans Scharoun, ist schon als Bauwerk eine Sensation mit seinem weitläufigen Foyer, einem modernen, gediegenen Zuschauerraum mit 777 Plätzen für das Musiktheater und 833 Plätzen im Schauspiel.
Eine perfekte Bühnentechnik garantiert Ballett, Konzert, Musical, Oper, Operette, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater - in Form von nationalen und internationalen Gastspielen sowie Eigenproduktionen - von September bis Mai auf sehr hohem Niveau.
Am 5. Oktober 1973 wurde Hans Scharouns Wolfsburger Theater mit einem Festakt und der Aufführung von Ibsens "Nora" in der Inszenierung von Hans Neuenfels festlich eingeweiht. Ein Bau, der funktioniert wie die Natur – Architektur, ganz für die Landschaft und Besucherströme konzipiert. Scharouns Theaterbau öffnete sich allen kulturell interessierten Gruppen der Wolfsburger Bürger. Damit gewann das Wolfsburger Theaterleben eine neue Dimension und die Stadt ein einmaliges Stück Architektur. Scharouns Bau ist auch nach 35 Jahren noch frisch und jung wie am ersten Tag. Als ein vollendeter Bau des Funktionalismus thront seit 1973 das Theater, geschaffen von dem bereits damals berühmten Architekten Hans Scharoun, auf dem grünen Hügel gegenüber der Stadt. Nicht umsonst bezog sich der Leitsatz des Funktionalismus von Louis Sullivan explizit auf die Natur: "So wie in der Natur jede Form einer Funktion folgt, so sollte es auch im Bauen sein."
"Das Werk ist ganz für die Landschaft konzipiert", erläutert Professor Gerhard Auer. "Es ist kein städtischer Bau wie die Theater an den zentralen Plätzen anderswo, sondern muss sich mit einer gewissen Wucht von weitem, am Ende der aus der Stadt führenden Blickachse behaupten."
Die Funktionen der einzelnen Bauteile werden auf Anhieb sichtbar: Das klotzige, fensterlose Bühnenhaus, das eben die Blackbox als Spielfläche des Theaters birgt und auch nach außen nichts anderes behauptet. "Die anderen Räume, Flure, Foyers sind ganz von den Besucherströmen bestimmt", erklärt Auer.
Auch die Schmuckfeindlichkeit des Funktionalismus hat Scharoun gelegentlich etwas unterlaufen, wenn man an den geschnittenen, in sich natürlich gemaserten Stein, aus dem das Wolfsburger Theater erbaut ist, denkt. Zumindest von nahem gibt das - ohne alle Funktion - etwas dekorative Struktur. Google maps Theater Wolfsburg
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